Ein Gedanke.

Deine Unvollkommenheit

macht mir die meine erträglicher.

Eine Folgegedanke.

Toleranz


 

 

 

 

 

 

Eine tröstliche Vision.

 

Du bist dort, wo Du jetzt bist,

jung und ohne jede

körperliche Pein.

Du bist unsterblich.

Und von dieser anderen Seite her

lebst Du mit mir und ich,

ich werde älter und älter

und sterbe in Deinen Armen,

so wie Heather in 

Connor MacLeod’s Armen stirbt.


Es ging eine Frau aus den Bergen

in eine große Stadt und

ein Stück weit hinter der Brücke,

fand sie, wonach sie suchte.

Sieben Jahre lebte sie geborgen

an der Seite eines Mannes.

Sie liebten einander.

Dann starb der Mann und die

Frau ging über die Brücke

zurück in die Berge,

die nun wie Balsam

das wunde Herz umhüllen.

Fotos: Mario Auer & Christine Fürpaß


Das Leben geht weiter … sagt man.

Die Zeit heilt Wunden … sagt man.

Ja, diese leicht dahingesagten, kurzen Sätze stimmen. 

Aber sie verlangen Ergänzung.  

Das Leben geht weiter … verändert. 

Ich bin nicht mehr die, die ich war.

Die Zeit heilt die Wunde … es bleibt eine Narbe.

Die gilt es als Zeichnung des Lebens anzunehmen.

Voll Liebe und Dankbarkeit bin ich. 


Selten zeigt eine Situation wie diese in der wir gerade leben, auf, dass alles nicht nur eine Seite hat. Neben all dem Leid (wobei ich auch die Folgen aus dem Herunterfahren mit einbeziehen möchte!), das entstanden ist, ergeben sich - vorausgesetzt man muss nicht um seine Existenz fürchten, man ist nicht bedroht - drei unbezahlbare Erfahrungsmöglichkeiten. 

 

Das große Ganze betreffend, die Verbundenheit rund um die Erde, das „An einem Strang ziehen“, die Rücksichtnahme aufeinand’. Obwohl wir angehalten werden, uns aus dem Weg zu gehen, gehen wir auf anderen Wegen aufeinander zu. Keiner rennt mehr am anderen vorbei, ohne ihn zu sehen. Der Passant wird wahrgenommen. Die Möglichkeit des Miteinander tut sich auf. 

 

Den einzelnen Mensch betreffend. Die verordnete Klausur. Die Einkehr. Die Stille. Die Chance, die sich aus dem Zurückgeworfensein auf sich selbst ergibt. Die Frage: „Was macht mein Leben aus?“.

 

Das Wissen, dass nichts selbstverständlich ist betreffend. Dass alles in Bewegung ist.

 

Wie oben schon gesagt - die Voraussetzung dafür, dass sich aus dieser Lage auch ein Vorteil ziehen lässt, ist, dass man nicht in Sorgen lebt, dass man nicht verarmt ist oder schon vorher einsam war. 

Sonntag, 19. April 2020


Was mir an der jetzigen Situation wirklich äußerst unangenehm aufstößt, ist das beinah unendliche Gros der Stimmen, die einer Meinung sind, einer zur Faust geballten. Und ist einer da, der etwas anderes sagt, der eine kritische Stimme hat, so wird er medial zerrissen und als Scharlatan, Verhetzer abgetan. Wieder einmal darf man nicht hinterfragen. Wie kommt so eine Situation, wie wir sie jetzt haben zustande? Die große Einigkeit der Menschen kommt aus der gemeinsamen Angst vor dem Tod. Sie eint. Sogar die verschiedenen politischen Parteien ziehen plötzlich an einem Strang. Man denkt … „Wenn selbst die einer Meinung sind, dann muss es schon sehr, sehr ernst sein..“ Aber „die“ sind auch „nur“ Menschen. Sie haben es um eine Ecke schwerer, denn sie sind nicht nur für sich selbst und ihre Familie verantwortlich, sondern auch für einen ganzen Staat. Ich sehe die Schwere dieser Last.

Ja, ich bleibe auch zu Hause (abgesehen davon, dass ich muss). Nicht meinetwegen, sondern weil ich die zwei Menschen um mich schützen möchte - vor was auch immer. Ich habe kein medizinisches Fachwissen, absolut nicht. Aber ich bin 61 Jahre alt, habe drei Kinder großgezogen und darf Enkelkinder ein wenig begleiten. Ich habe viele Schnupfen, Husten, Durchfälle, Fieber etc. erlebt. Schwereres wurde mit Ärzten durchgestanden. Für das andere entwickelten wir als Eltern eine Therapie. So bekommt man über die Jahre doch ein wenig Einsicht, was hilft, was schadet. Ich weiß auch, dass gute Ernährung, Hygiene und ein entsprechendes Zuhause, den Menschen schon immer geholfen hat, gesundheitliche Anfeindungen zu überstehen. Krieg, Hungersnöte, das fehlende Wissen über Hygiene, fordern seit Jahrhunderten bis heute Menschenleben. Ich bin kein Medizingegner! Absolut nicht, denn ansonsten wäre allein in unserer Familie schon Schlimmes geschehen. Aber ich kritisiere den falschen Weg, den die Medizin meines Erachtens eingeschlagen hat. Die wissenschaftliche Betrachtungsweise des Körpers als Materie allein bringt kein Heil. Der Mensch ist eine Einheit aus Körper, Geist und Seele. Den Körper allein zu sehen, ist nur in der Notfallmedizin angebracht.

Was jetzt geschürt wird, ist Angst. Und Angst ist nie, nie, nie ein guter Ratgeber. Sie unterhöhlt die Kraft des Menschen, macht ihn mürb. Ich behaupte, dass jetzt auch deswegen viele Menschen krank werden/sterben, weil die Angst vor diesem Virus so groß ist. Auch haben wir eine Bevölkerung, die durch die Medizin und schonendere Leben, als die Jahrhunderte zuvor, um sehr vieles älter (aber dadurch nicht unbedingt gesünder) wird. Und auch eine Bevölkerung, die durch schlechte Essensqualität und ungesunden Lebensstil wieder anfällig wird.

Was jetzt gefordert ist, ist Menschenverstand! Informieren, nachdenken, hinterfragen. Verschiedene Meinungen zulassen, anhören und dann für sich selbst Schlüsse ziehen. 

In unserer heutigen Zeit muss man immer auch fragen: Wer sind die Profiteure? Selbst in dieser Zeit gibt es welche, die ungeheuer absahnen. Ob sie die „Macher“ der jetzigen Lage sind, weiß niemand. Es wäre reine Verschwörungstheorie, dies zu behaupten. Aber sie sind auf jeden Fall Nutznießer.

Und dann nocheinmal, wenn es ihnen gelungen ist, einen Impfstoff zu „kreieren“. Ich hoffe nur sehr, dass die Impfpflicht dafür ausbleibt!

Ende März -  Anfang April 2020


Winzigklein und doch steht er im Vordergrund - ist in aller Munde: Besagter Virus. 

(Fast tut er mir schon leid, weil alle Welt mit dem Finger auf ihn zeigt.)

Um seine Ausbreitung zu verhindern, sollen wir nicht hinausgehen, sollen unsere sozialen Kontakte beschränken. Die Straßen sind leer, die allermeisten Geschäfte geschlossen. Muss ich dann doch für einen selten gehaltenen Einkauf hinaus, ist es wie am Sonntag. Still. Ich für mich allein genieße diese Auszeit von dem hektischen Treiben sehr. Gut, ich habe keine finanziellen Sorgen, bange nicht um Arbeit, habe keine Verantwortung für Mitarbeiter. In meinem kleinen Handwerksbetrieb (örtlich: Zuhause!) in dem ich um diese Jahreszeit so und so nicht viel verdiene, bin ich allein und mein Mann und ich haben unser Auskommen, da wir Pensionäre sind. Wir müssen sparen, aber wir leiden keine Not. Die Kinder sind erwachsen und eigenverantwortlich. Somit sind wir schon in bevorzugter Stellung und können uns mehr oder weniger zurücklehnen. Vorm Virus selbst habe ich keine Angst, muss jedoch aufpassen, nichts nach Hause zu bringen, da mein Mann gesundheitlich angeschlagen ist. 

Ich habe mich zu Hause immer sehr wohlgefühlt. Ich mag unsere Wohnung, mein Arbeitszimmer liebe ich. Den Balkon haben wir noch nicht in "Betrieb", aber wir haben, obwohl in der Stadt, freie und weite Sicht auf Grünes. Soweit läuft bei uns alles wie ansonsten auch.

Lange schon habe ich keine Nachrichten im Fernsehen mehr geschaut, da ich diese nicht neutral sehen kann. Sie belasten mich und dadurch wird die Welt nicht besser. Ich bin nicht blind und auch nicht taub dem Rundherum gegenüber. Ich weiß was läuft und das reicht mir. Ich bemühe mich um ein Leben, das niemandem schadet.

Jetzt schaue ich doch wieder fern. Bis vorgestern habe ich meine Informationen allein daraus bezogen. Dann habe ich angefangen, mich auch anders umzuhören. Viel mehr will ich dazu gar nicht sagen. Es bleibt jedem selbst überlassen, sich zu informieren, nachzudenken, seine Schlüsse zu ziehen.

Es ist auf jeden Fall eine besondere Zeit, in der wir leben ... eine Zeit, die zum Innehalten auffordert und zum Denken anregt! 

Samstag, 21. März, Frühlingsbeginn


Jede Tätigkeit,

jede Emotion,

jede Handlung,

jede Situation

mit dem Gefühl als sei es

das erste Mal UND

das letzte Mal

würzen.

Ich weiß, dass man das nicht lange durchhalten kann. Und doch haben die beiden - das erste Mal und das letzte Mal - eine ganz besondere Stimmung in sich, welche einen bewusst im Augenblick sein lässt und auch die Besonderheit dieses speziellen Moments verdeutlicht.


Irgendwie kommt mir dieses „neue“ Jahrtausend noch immer futuristisch und fremd vor. Es erscheint mir, als lebe ich in der Zukunft. Mit einem Fuß bin ich im alten fest verankert, mit dem anderen versuche ich im neuen Wurzeln zu schlagen. Dabei wird der Spagat von Jahr zu Jahr größer. Huch!