Faschingdienstag,

die Narren sausen

durch die Straßen

wie ein Sturm.

Sie lachen, springen

den Kopf voll Flausen,

der eine als Gockel

der andre als Wurm.

Kein Zwist entzweit 

in diesen Tagen,

die beiden,

die sonst Feinde sind.

Gar nette Worte 

sie sich sagen,

und spielen fast

wie Kind mit Kind.

 

Doch was bringt

dann der nächste Tag?

Warte nur ein Weilchen,

bald kommt die Antwort

auf die Frag ...

DISTELN oder VEILCHEN !?


Das Handwerk - mein Meister

 

Ist kein Meister offensichtlich zugegen, muss man sich einen suchen. "Offensichtlich" deswegen, weil im Grunde rundum alles Meister ist. Sei es die böse Nachbarin oder die herzensgute, der Ehepartner, der Chef, die Kinder ...  Aber in so etwas Naheliegendem sehen wir nicht oft und gern unseren Lehrherrn. 

Ein Meister, den ich als solchen anerkenne, ist mein Handwerk.Es ist ein Gestrenger. Fordert von mir unabdingbar Sorgfalt und Geduld, die Hinnahme von Fehlern und das Ausbessern derselben, das Akzeptieren von Misslungenem, ein ständiges Hinterfragen. Es spornt mich an, nicht aufzugeben, mich zu entscheiden und weiterzugehen, und letztendlich mit jedem Schritt, sei es einer nach vorne oder auch zurück, ein Stück besser zu werden.

Und trotz der Strenge sehe ich in seinen Augen ein Lächeln, das mir Mut macht, mir niemals zürnt. Aber diesen, meinen Meister liebe ich ja auch. 


Die Blätter des letzten Jahres düngen den Boden für das neue.

Noch ist er kahl der Baum, der Strauch.

Doch weisen die Knöspchen schon den Weg.